Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein gutes neues Jahr. Ja, tatsächlich, Sie haben sich nicht verlesen. In der Region unseres Hilfsprojekts wurde am 16. Februar das Losar-Fest gefeiert. „Lo“ heißt Jahr und „sar“ neu. Wir sind in der Tamang Heritage Region in der Nähe der tibetischen Grenze. Dort stammen viele Menschen  ursprünglich aus Tibet und haben ihre  Kultur mit nach Nepal gebracht. Schon im Vorfeld des Festes schmücken die Bewohner die Klöster und Häuser und es werden besondere Mahlzeiten zubereitet. Ähnlich wie bei uns gibt es eine Art Neujahrsbrezel allerdings aus einem mehr fetthaltigen Teig, den man dann noch nach Wochen knabbern kann. Häufig wird die Neujahrsbrezel mit anderen Gaben in den Klöstern geopfert.

Das offizielle nepalesische Neujahrsfest findet dieses Jahr am 14.4.18 statt. Dann beginnt dort das Jahr 2075, da die nepalesische Zeitrechnung 57 Jahr v. Christus beginnt.  Wir sind immer wieder erstaunt, wenn wir Quittungen von unserem Freund Dawa aus dem Krankenhaus in Dhunche  erhalten,  die auf das Jahr 2074 lauten. Es ist für uns nicht immer einfach den Überblick zu behalten. Seit wir unseren eigenen Jeep haben, transportierten wir mit geplanten Fahrten  zunehmend mehr Patienten in das Krankenhaus, aber wir konnten auch mehrmals Notfälle nach Dhunche bzw. nach Kathmandu bringen. Um einen Missbrauch des Fahrzeuges zu verhindern zahlen die Menschen für einen geplanten Transport ca. 50 Cent, bei einem Notfalltransport ca. 15 Euro (40 Euro nach Kathmandu). Für sehr arme Menschen ist jeglicher Transport frei. Wir sind sehr froh und glücklich wie gut alles läuft.  Dieser 21 jährige Mann (s.o.)wurde am 9.Februar von Gatlang über das Krankenhaus Dhunche  nach Kathmandu  gebracht. Selbstverständlich profitieren auch Kinder von unserem Fahrzeug. Dieser  9 jährige Junge wurde bereits am 19.1. ebenfalls nach Kathmandu gebracht (s.u.) Unser Jeep fährt immer zunächst das Krankenhaus in Dhunche an. Erst wenn sich herausstellt, dass die dringliche notwendige Behandlung dort nicht möglich ist fahren wir dann weiter. –

Dawa konnte übrigens u.a. mit der Hilfe eines jungen Paares aus Bochum, welches  über unseren Verein auf ihn aufmerksam geworden war und bei ihm auf der Baustelle in Nepal  tatkräftig mitgeholfen hatte, sein Haus wieder aufbauen. Am 29.1.18  konnte er die Wellblechhütte verlassen, in der er seit dem Erdbeben 2015 mit seiner Familie lebte,  und in das neue  Haus einziehen.  Wir freuen uns sehr mit ihm.  Auch viele von Ihnen sind  an seinem Glück beteiligt. Durch ihre Spenden unterstützen sie unseren Verein. Nur deshalb konnten wir ihn anstellen und ihm ein sicheres Einkommen in Aussicht stellen. Dadurch konnte er sich zu dem Wiederaufbau entscheiden.  Dies sind aber alles nur die positiven Randerscheinungen: Im Wesentlichen ging es darum:  Auf der einen Seite waren die Patienten in den Bergdörfern, die keine Möglichkeit hatten einen Arzt  zu erreichen, auf der anderen Seite war das Krankenhaus mit einer ordentlichen „allgemeinmedizinischen“ Ausstattung in Dhunche. Durch unsere von Ihnen unterstützte Arbeit ist es gelungen beide Seiten zueinander zu bringen, zum Wohle der Menschen in dieser entlegenen Region im Himalaya.